Apulien: die Top Ziele

Italiens Stiefelabsatz hat nicht den Klang der Toskana, doch wir haben festgestellt: Apulien spielt ganz klar in der ersten Liga mit! Die erstaunliche Vielfalt der Landschaften und Sehenswürdigkeiten machen die Region zu einer ganz klaren Empfehlung. Doch wie so oft in Italien sind die möglichen Ziele so zahlreich, dass man sich entscheiden muss. Hier unsere Auswahl der Top Ziele, vom Norden kommend.

Gargano: wilde Klippen und Traumbuchten. Der „Sporn“ ist ein Kalksteinmassiv, bietet ab Peschici wunderbare weisse Klippen und smaragdgrüne Buchten. Am besten im Restaurant von oben, am Strand, oder vom Ausflugsboot zu genießen. Es gibt auch Fahrten zu den Tremiti Inseln, die aber so klein sind, dass man sie eigentlich nur mit dem Boot umrundet ohne wirklich etwas anderes als um Vieste herum zu sehen…
Der Gargano bietet auch zwei wichtige Heiligtümer: die Höhle des Erzengels Michael in Monte Sant’Angelo und die Kirchen Padre Pios in San Giovanni Rotondo (wir berichteten).

Trani und die Königin der Kathedralen. Eine lebendige, echte Stadt (also nicht nur ein Touristendorf wie das sehr schöne Polignano) mit einem wunderschönen Hafen mit täglichen Fischverkauf aber auch schönen Restaurants. Eine stolze Kathedrale, die direkt am Wasser steht. Dazu eine schöne Altstadt mit einem dem jüdischen Leben gewidmeten Museum.
Über viele Jahrhunderte war die Adriaküste Apuliens das Tor zum Orient und vor allem im 12. Jahrhundert zum Heiligen Land. Deshalb kann Bari durchaus mit Trani mithalten. Und kleinere Städte wie Barletta oder Giovinazzo sind auch sehr sehenswert.

Castel del Monte, die Krone Apuliens. In Apulien wimmelt es von Castelli Svevi (engl.: Swabian Castle, also schwäbischen Burgen, gebaut von Friedrich II., die im deutschen auch nur als Staufer Burgen bezeichnet werden, was eigentlich schade ist, sagt der Oberschwabe…). Doch aufgrund seiner einzigartigen streng geometrischen Struktur und seiner Lage ist Castel del Monte ein Diamant, den man gesehen haben muss. Gerne in Verbindung mit der Masseria Lama di Luna bei Trani (wir berichteten)

Das Land der Trulli. Alberobello ist die Stadt der Trulli, also das Wahrzeichen Apuliens. So wie oben sahen sie aus, bevor der Touristenboom kam… Der Reiz dieses Besuchs liegt auch in der wunderbar hügeligen, dicht bewaldeten und intensiv genutzten Landschaft. So stellt man sich die ideale Mittelmeer Landwirtschaft vor – egal ob in Umbrien, der Provence oder Apulien.

Lecce, die Hauptstadt des Barocks und Matera, die Stadt der Höhlen. Beide sind absolut ein Muss (wir berichteten), deshalb haben wir auch Matera einfach Apulien zugeschlagen, auch wenn dieses Unesco Weltkulturerbe der Stolz der Region Basilicata ist. Nicht so weit von Lecce liegt das sehenswerte Städtchen Nardò, mit dem schönsten Barock Hauptplatz Apuliens, und Galatina, mit einem wunderbaren Kirchlein.
Zur Abrundung der Reise kann man noch die Spitze des Absatzes empfehlen. erst mit der Top-Empfehlung Otranto (wir berichteten), der wunderschöne Steilküste auf der Adriaseite bis an die die Spitze im netten Santa Maria di Leuca. Auf der Golfseite kommt noch Gallipoli, ein sehr ansprechendes Fischerstädtchen. Wie gesagt, dies ist eine kleine Auswahl, viele Varianten sind möglich, Hauptsache Apulien entdecken!